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Injektageverfahren 1 Injektionsverfahren gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. 12 Die Ursache feuchter Mauern liegt meist im Fehlen bzw. einer defekten Horizontal- und/oder Vertikalabdichtung. Wasser und Erdfeuchte können in das Mauer- werk eindringen und durch Kapillarwirkung aufsteigen. Die daraus entstandenen Putz- und Anstrichschäden wie Ab- sprengungen und Abplatzungen erfordern eine gründliche Beseitigung der wirklichen Schadensursache. Mauerwerksdurchfeuchtung und hydrostatischer Druck führen zu Bindemittelumwandlung und -abbau, zur Korrosion von Bewehrungsstahl, zum Aus- sanden von Putzen und Ab- blättern von Anstrichen. Um die kapillar aufsteigende Mauer- feuchtigkeit auszuschalten, sind Abdichtungsmaßnahmen im Mauerquerschnitt erforderlich. Neben den auf Seiten 8 bis 11 beschriebenen mechanischen Verfahren (Mauersäge und Chromstahlverfahren) kann die Abdichtung auch mit Injektions- verfahren ausgeführt werden. Dabei wird über Bohrlöcher ein Injektionsmittel eingebracht, das sich im Mauerquerschnitt ent­ sprechend verteilt, damit eine horizontale Sperrschicht aufge­ baut wird. Bestimmend für den Erfolg dieser Maßnahme ist, dass das Mauer­ werk generell für ein Injektions­ verfahren geeignet ist. Ausschlag­ gebend ist dabei u. a. der an­ gemessene Durchfeuchtungsgrad und die Salzbelastung im Mauer­ werk. Auch muss die Zusammensetzung und Wirkungsweise der einzu­ setzenden Injektionsmaterialien für den Anwendungsbereich geeignet sein und ausreichend Injektionsmaterial in das Mauer­ werk eingebracht werden können. Eine qualifizierte Untersuchung und Begutachtung des betroffe­ nen Mauerwerks kann die örtlich bedingten Grenzen und die Leistungsfähigkeit der Injektions­ verfahren bestimmen. Grundsätzlich wirken die markt­ üblichen Mittel kapillarverdichtend und/oder hydrophobierend. Zur Anwendung kommen u.a. Alkalisilikate, Silikat/Siliconat­ Kombiprodukte, deren Wirkung freilich stark von Mauerstärke und Durchfeuchtungsgrad abhängig ist und auch daher nur eingeschränkt anwendbar sind. Weiterhin werden Stearatlösungen angeboten, die aber chemisch, physikalisch und biologisch wesentlich weniger inert sind, was sich letztendlich in einer deutlich kürzeren Lebens­ dauer der Produkte äußert. Eine gute Wirkung kann mit Silicon­Mikroemulsions­Konzen­ traten erreicht werden. Sie sind lösemittelfrei, besonders feinteilig, wirken auch bei höheren Durch­ feuchtungsgraden und sind oben­ drein auch bei dicken Mauern geeignet. Zur Einbringung der Injektions­ mittel sind verschiedene Verfahren vorstellbar: Die drucklose Injektion Anzeichnen und Erstellen der Bohrloch­ reihe Einsetzen des Infusionsrohrs Injektage03.eps Größte Sicherheit bietet die maschinelle Druckinjektion.

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