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32 Gesundheitsgefahr bei Schimmel in Wohnräumen Zuerst sind es nur kleine häss- liche, grauschwarze Flecken an der Wand. Doch dieser störende Wandbelag kann sich schnell zu einer Gefahrenquelle für alle Bewohner des Hauses auswei- ten: Es handelt sich um die sicht- baren Spuren von Schimmel- pilzen, die bei hoher Raum- feuchtigkeit und unzureichender Belüftung optimale Lebens- bedingungen vorfinden. Fast alle Voraussetzungen für das Wachstum von giftigen, allergie- auslösenden Schimmelpilzen sind in Wohngebäuden vorhan- den: Nährstoffe sind in Tapeten, Kleister, Holzmöbeln, Gipskar- tonplatten oder auch Teppich- böden. Besonders gefährdet sind Schlafzimmer, Badezimmer und Küchen aufgrund der höhe- ren Raumluftfeuchtigkeit. Wenn dann noch zusätzlich bauliche Mängel vorhanden sind, ist das Schimmelpilzwachs- tum vorprogrammiert. Gefährlich und nicht zu sehen sind die so genannten Mykotoxine, hochgiftige Stoffwechselprodukte der Pilze, und allergieauslösende Proteine, die den Menschen u.a. über die Atemluft infizieren und entsprechende Allergien und Infektionen auslösen können. In Studien beschriebene Sympto­ me sind u.a. Bindehaut­, Hals­ und Nasenreizungen sowie Husten, Kopfschmerzen und chronische Müdigkeit. Die wichtigste Voraussetzung für das Entstehen von Schimmel­ pilzwachstum ist das Vorhanden­ sein von Feuchtigkeit. Erhöhte Feuchte in Wohnräumen kann meist auf bauliche Mängel und/ oder falsches Verhalten der Be­ wohner zurückgeführt werden. Die Ursache muss unbedingt exakt ermittelt und behoben werden. Damit es nicht früher oder später wieder zu Schimmelpilzbefall kommt, muss anschließend die festgestellte Ursache fachgerecht beseitigt werden. Hauptursachen baulicher Mängel bei erhöhter Feuchtigkeit sind ungenügende Abdichtungen, wie z. B. fehlende Horizontal­ oder Ver­ tikalsperren, aber auch erhöhte Feuchte durch Oberflächentau­ wasser bei Wärmebrücken. Außerdem nehmen Schäden bei Gebäuden zu, die nachträglich saniert wurden, um eine bessere Wärmedämmung zu erreichen. Auf jeden Fall stellt eine Schimmel­ pilzbelastung in Innenräumen ein hygienisches Problem dar, das aus Vorsorgegründen nicht toleriert werden kann, denn eine Gesundheitsbelastung ist nicht auszuschließen. Eine alleinige Abtötung von Schim­ melpilzen mit „Schimmel­ pilzentferner“ reicht langfristig nicht aus, da auch von den abgetö­ teten Schimmelpilzen allergische und reizende Wirkungen ausgehen können. Zur Sanierung von Schim­ melschäden im Innenraum müs­ sen fachgerechte Maßnahmen zur Beseitigung der Schimmelpilze durchgeführt werden und der Neubefall durch geeignete Maß­ nahmen wirksam verhindert wer­ den. Bauseitige Schäden müssen behoben werden und auch die Be­ wohner müssen darüber aufge­ klärt werden, wie sie in Zukunft ein Schimmelwachstum verhin­ dern können.

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