Aufsteigende Feuchtigkeit stoppen: mit der richtigen Horizontalsperre.
Mauersäge oder Injektion? Wir messen, welches Verfahren zu Ihrem Mauerwerk passt, und bauen die Sperre mit eigenen Facharbeitern zum Festpreis ein. Seit 1982.
Grundlagen
Was ist eine Horizontalsperre und wann muss sie nachträglich eingebaut werden?
Mineralische Baustoffe wie Ziegel, Sandstein oder Mörtel saugen Wasser über feine Kapillaren an, ähnlich wie ein Docht. Aus dem Erdreich steigt so Feuchtigkeit in die Wand, theoretisch bis etwa 1,5 Meter hoch. Mit dem Wasser wandern bauschädliche Salze nach oben, die den Putz absprengen.
Eine Horizontalsperre unterbricht diesen Weg. Im Neubau wird sie als Sperrbahn direkt beim Mauern eingelegt. Die DIN fordert sie erst seit 1957. Ältere Häuser haben daher meist gar keine Sperre, und auch neuere Bitumenbahnen sind nach etwa 40 bis 60 Jahren oft spröde und undicht.
Dann hilft nur der nachträgliche Einbau. Ob tatsächlich aufsteigende Feuchtigkeit die Ursache ist, klären wir vorher mit einer zerstörungsfreien Feuchtemessung. Mehr zu den Anzeichen finden Sie auf unserer Seite Aufsteigende Feuchtigkeit.
Schema: Die Horizontalsperre unterbricht den kapillaren Feuchtetransport, oberhalb kann die Wand austrocknen.
Selbst einschätzen
Brauche ich eine nachträgliche Horizontalsperre? 4 typische Hinweise
Feuchterand im unteren Wandbereich
Ein dunkler, oft wellenförmiger Rand bis etwa einen Meter Höhe, gleichmäßig über die Wandlänge und häufig an Innen- und Außenwänden zugleich.
Weiße Salzausblühungen
Weißer Flaum oder Krusten knapp über dem Boden zeigen, dass Wasser Salze aus dem Erdreich in die Wand transportiert.
Mehr zu Salpeter →Putz sandet ab oder platzt ab
Kristallisierende Salze sprengen den Putz. Kommt der Schaden nach dem Ausbessern immer wieder, fehlt meist die Sperre.
Mehr zu abplatzendem Putz →Baujahr vor 1957
Altbauten, Bauernhäuser, Kirchen und Denkmäler wurden meist ohne Sperrschicht gebaut. Hier ist die Sperre die häufigste Lösung.
Ursache in 60 Sekunden prüfen →Unsere Verfahren
Horizontalsperre einbauen: Mauersägeverfahren oder Injektionsverfahren
Wir setzen beide etablierten Verfahren ein und wählen nach Messung und Mauerwerksprüfung das passende aus. So bekommen Sie nicht das Verfahren, das wir gerade im Programm haben, sondern das, das an Ihrer Wand dauerhaft funktioniert.
Mechanisch
Mauersägeverfahren
Die Wand wird abschnittsweise in 1 bis 1,5 Meter langen Stücken waagerecht aufgesägt. In die Schnittfuge kommt eine Sperrplatte aus unverrottbarem Polyethylen, die mit Keilplatten statisch gesichert und mit mineralischem Material verpresst wird.
- Absolut dichte, sichtbar kontrollierbare Sperre
- Wandstärken bis 1,3 Meter, bei Naturstein mit Diamantseilsäge
- Ohne Chemie, salz- und säurebeständig
Ideal für: homogenes Ziegel- und Sandsteinmauerwerk mit durchgehender Lagerfuge.
Mauersägeverfahren im Detail →
Chemisch
Injektionsverfahren
In der richtigen Höhe werden zweireihig versetzte Bohrungen gesetzt. Je nach Durchfeuchtung bringen wir das Injektionsmittel drucklos, impulsgesteuert oder per Niederdruck ein. Es verengt und hydrophobiert die Kapillaren dauerhaft und bildet so die Sperre im Inneren der Wand.
- Für alle Mauerwerksarten, auch Bruch- und Naturstein
- Minimaler Eingriff, keine Schwächung des Querschnitts
- Lösungsmittelfreie Materialien, kurze Ausführungszeit
Ideal für: unregelmäßiges Mischmauerwerk, Naturstein und Wände, die nicht gesägt werden sollen.
Injektionsverfahren im Detail →Und das Chromstahlverfahren?
Das bieten wir bewusst nicht an. Warum, erklären wir weiter unten im Vergleich.
Vergleich
Verfahren für die nachträgliche Horizontalsperre im direkten Vergleich
| Kriterium | Mauersägeverfahren | Injektionsverfahren | Chromstahlverfahren |
|---|---|---|---|
| Prinzip | Mechanisch: PE-Sperrplatte in gesägter Fuge | Chemisch: Injektionsmittel über Bohrungen | Mechanisch: Edelstahlplatten in Lagerfuge |
| Geeignetes Mauerwerk | Ziegel, Sandstein, homogenes Mauerwerk bis 1,3 m | Alle Mauerwerksarten, auch Bruch- und Naturstein | Nur mit durchgehender, weicher Lagerfuge |
| Dichtheit | Absolut dicht durch geschlossene Sperrplatte | Sehr hoch bei fachgerechter Niederdruckinjektion | Hoch, wenn die Platten lückenlos ineinandergreifen |
| Eingriff in die Wand | Wand wird abschnittsweise geöffnet und sofort statisch gesichert | Nur Bohrungen, Querschnitt bleibt erhalten | Einschlagen mit Erschütterung |
| Überprüfbarkeit | Sperre direkt sichtbar | Sperre bildet sich im Wandinneren | Sperre direkt sichtbar |
| Ausführungsdauer | Kurz, abschnittsweise | Sehr kurz | Kurz, abschnittsweise |
| Hauptrisiko | Gering, jeder Abschnitt wird sofort statisch gesichert | Gering, wenn Durchfeuchtung vorher gemessen und Druck kontrolliert wird | Erschütterungen im Altbau, Korrosion bei beim Einschlagen beschädigter Platten |
| Richtpreis | 225 bis 375 € / lfm | 210 bis 350 € / lfm | Nicht in unserem Angebot |
| Regelwerk | WTA-Merkblatt 4-7 | WTA-Merkblatt 4-4 | WTA-Merkblatt 4-7 |
| Mehr erfahren | Zum Mauersägeverfahren | Zum Injektionsverfahren | Warum wir es nicht anbieten |
Ehrliche Einschätzung
Chromstahlverfahren als Horizontalsperre: Warum wir es nicht anbieten
Beim Chromstahlverfahren werden gewellte Edelstahlplatten mit einem pneumatischen Hammer in eine Lagerfuge des Mauerwerks eingeschlagen. Die Platten überlappen sich und sollen so eine durchgehende Sperre bilden. Das Verfahren wird oft als schnell und günstig beworben. Wir haben uns nach über 40 Jahren Praxis trotzdem bewusst dagegen entschieden.
Unsere Bedenken
- Funktioniert nur bei einer durchgehenden, weichen Lagerfuge. Bruchstein, Mischmauerwerk und harte Fugen scheiden aus.
- Das Einschlagen erzeugt Erschütterungen, die gerade altes Mauerwerk zusätzlich belasten.
- Beim Eintreiben kann die Plattenoberfläche durch Reibung beschädigt werden. An solchen Stellen droht nach unserer Erfahrung Korrosion.
- Ob die Platten im Wandinneren wirklich lückenlos überlappen, lässt sich kaum prüfen. Schon kleine Lücken lassen Feuchtigkeit durch.
Unsere Alternative
Wer ein mechanisches Verfahren möchte, ist mit dem Mauersägeverfahren besser beraten: Die PE-Sperrplatte liegt in einer gesägten, sauberen Fuge, ist absolut dicht, korrosionsfrei und wird ohne Erschütterungen eingebaut. Wo nicht gesägt werden kann, setzen wir auf das Injektionsverfahren.
Ihnen wurde das Chromstahlverfahren angeboten? Wir sehen uns Ihr Mauerwerk gern an und sagen Ihnen ehrlich, welches Verfahren an Ihrer Wand dauerhaft funktioniert.
Entscheidungshilfe
Welche Horizontalsperre passt zu Ihrem Mauerwerk?
Ziegel oder Sandstein, regelmäßig gemauert
Meist Mauersägeverfahren
Durchgehende Lagerfugen lassen sich sauber sägen. Die PE-Platte ist hier die sicherste und dauerhafteste Sperre.
Bruchstein oder Mischmauerwerk
Meist Injektion
Unregelmäßige Fugen und wechselnde Steinarten machen einen durchgehenden Schnitt schwierig. Das Injektionsmittel verteilt sich dagegen in jedem Material.
Sehr dicke oder schwer zugängliche Wände
Meist Injektion
Bei Wandstärken über 1,3 Meter, engen Räumen oder Wänden mit vielen Leitungen ist die Injektion technisch und wirtschaftlich im Vorteil.
Stark durchfeuchtet und versalzen
Nach Messung
Hier entscheiden Durchfeuchtungsgrad und Salzgehalt. Wir messen beides und wählen danach Verfahren und Injektionstechnik, oft ergänzt durch ein Sanierputzsystem.
Kosten
Was kostet eine nachträgliche Horizontalsperre?
Abgerechnet wird bei der Horizontalsperre in der Regel nach laufenden Metern Wand. Den Preis bestimmen vor allem diese Faktoren:
- Wandlänge in laufenden Metern
- Wandstärke und Mauerwerksart
- Durchfeuchtungsgrad und Salzbelastung
- Gewähltes Verfahren und Zugänglichkeit
- Umfang der Putzsanierung danach
| Verfahren | Richtpreis pro laufendem Meter | Beispiel 10 m Wand |
|---|---|---|
| Injektionsverfahren | 210 bis 350 € | 2.100 bis 3.500 € |
| Mauersägeverfahren | 225 bis 375 € | 2.250 bis 3.750 € |
Wo eine Wand innerhalb der Spanne liegt, entscheiden vor allem Wandstärke, Mauerwerksart und Durchfeuchtung. Salzschäden und neuer Putz werden separat kalkuliert.
Rechnen Sie langfristig: Wer ohne Sperre alle paar Jahre neu verputzt, zahlt am Ende meist mehr als für eine einmalige, dauerhafte Horizontalsperre. Trockene Wände dämmen zudem besser und senken die Heizkosten.
Ablauf
So bauen wir Ihre Horizontalsperre ein: in 3 Schritten zur trockenen Wand
Analyse und Feuchtemessung
Wir messen Feuchtigkeit und Salzbelastung zerstörungsfrei in verschiedenen Wandtiefen. Danach stehen Ursache, Verfahren und Einbauhöhe fest, und Sie erhalten ein Festpreisangebot.
Einbau der Horizontalsperre
Unsere eigenen Facharbeiter sägen die Wand abschnittsweise auf oder setzen die Bohrungen für die Injektion. Das Haus bleibt bewohnbar, die Ausführung erfolgt nach WTA-Merkblatt und wird dokumentiert.
Putzsanierung und Austrocknung
Versalzener Putz wird deutlich über die sichtbare Schadensgrenze entfernt und durch ein Sanierputzsystem ersetzt. Die Wand trocknet je nach Stärke in etwa 6 Monaten bis 2 Jahren aus.
Nach dem Einbau
Warum die Horizontalsperre zuerst kommt und der Putz danach
Die Sperre stoppt den Feuchtenachschub sofort. Das Wasser, das bereits in der Wand steckt, muss aber noch heraus. Gleichzeitig sitzen in alten Wänden oft große Mengen Salz, die weiter Feuchtigkeit aus der Raumluft ziehen.
Deshalb gehört zur Horizontalsperre fast immer ein Sanierputzsystem nach WTA-Merkblatt 2-9. Es lagert die Salze in seinen Poren ein, lässt Feuchtigkeit verdunsten und hält die Oberfläche trocken, während die Wand austrocknet.
Dringt im Keller zusätzlich Wasser von der Seite ein, reicht die Horizontalsperre und Sanierputz allein nicht. Dann kombinieren wir sie mit einer Kellerabdichtung.
Servicegebiet
Horizontalsperre in Nürnberg, Mittelfranken und ganz Bayern
Von unserem Sitz in Rednitzhembach sind wir schnell in Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Roth vor Ort. Darüber hinaus bauen wir Horizontalsperren in ganz Bayern sowie in Baden-Württemberg und Hessen ein. Mehr zu unserer Arbeit in Ihrer Region:
FAQ
Häufige Fragen zur nachträglichen Horizontalsperre
Was ist eine Horizontalsperre?
Eine Horizontalsperre ist eine waagerechte Abdichtungsebene im Mauerwerk knapp über dem Boden. Sie unterbricht die Kapillaren, über die Wasser und gelöste Salze aus dem Erdreich in die Wand aufsteigen. Fehlt sie oder ist sie defekt, wird die Wand im unteren Bereich dauerhaft feucht. Nachträglich lässt sie sich mechanisch im Mauersägeverfahren oder chemisch per Injektion einbauen.
Woran erkenne ich, ob mein Haus eine nachträgliche Horizontalsperre braucht?
Typisch sind ein Feuchterand im unteren Wandbereich, Salzausblühungen, abplatzender Putz und muffiger Geruch, oft an allen Wänden rundum. Gebäude vor 1957 haben meist gar keine Sperre, alte Bitumenbahnen halten nur etwa 40 bis 60 Jahre. Sicherheit gibt eine Feuchtemessung vor Ort, denn Kondensat oder seitlich eindringende Nässe sehen ähnlich aus.
Mauersägeverfahren oder Injektion: Welches Verfahren ist besser?
Kein Verfahren ist immer besser. Bei homogenem Ziegel- oder Sandsteinmauerwerk mit durchgehender Lagerfuge ist das Mauersägeverfahren die mechanisch sicherste Lösung, weil die PE-Sperrplatte absolut dicht ist. Bei Bruchstein, unregelmäßigem Mischmauerwerk oder wenn die Wand nicht aufgesägt werden soll, ist die Injektion die bessere Wahl. Wir entscheiden nach Messung und Prüfung des Mauerwerks.
Was kostet eine nachträgliche Horizontalsperre?
Als Richtwert kostet eine Horizontalsperre per Injektion etwa 210 bis 350 Euro pro laufendem Meter, im Mauersägeverfahren etwa 225 bis 375 Euro. Für 10 Meter Wand sind das rund 2.100 bis 3.750 Euro. Baustelleneinrichtung und Putzarbeiten kommen hinzu. Den verbindlichen Festpreis erhalten Sie nach der meist kostenlosen Analyse vor Ort. Eine erste Orientierung gibt unser Kosten-Check für Abdichtungen.
Was ist vom Chromstahlverfahren zu halten?
Beim Chromstahlverfahren werden Edelstahlplatten pneumatisch in eine Lagerfuge eingeschlagen. Das funktioniert nur bei durchgehenden, weichen Fugen, erzeugt starke Erschütterungen und beim Eintreiben beschädigte Platten können korrodieren. Ob die Platten lückenlos überlappen, ist kaum prüfbar. Wir bieten das Verfahren deshalb nicht an und empfehlen stattdessen das Mauersägeverfahren oder die Injektion.
Wie lange dauert der Einbau einer Horizontalsperre?
Bei einem Einfamilienhaus dauert der Einbau je nach Verfahren und Wandlänge meist zwischen einem und fünf Arbeitstagen. Wir arbeiten abschnittsweise, das Haus bleibt bewohnbar. Bei der Injektion ist der Eingriff besonders gering, beim Mauersägeverfahren wird jeder Abschnitt sofort statisch gesichert und verpresst.
Wie lange dauert es, bis die Wand nach dem Einbau trocken ist?
Die Sperre unterbricht den Feuchtenachschub sofort. Danach muss die Wand austrocknen. Je nach Wandstärke, Durchfeuchtung und Raumklima dauert das etwa 6 Monate bis 2 Jahre. Ein geeignetes Sanierputzsystem lagert währenddessen die Salze ein und hält die Oberfläche trocken.
Muss für eine Horizontalsperre aufgegraben werden?
In der Regel nicht. Beide Verfahren werden von innen oder vom Sockel aus ausgeführt, auch bei unterkellerten Häusern meist ohne Erdarbeiten. Sie eignen sich ebenso für Häuser ohne Keller. Dringt im Keller zusätzlich seitlich Wasser ein, ist eine ergänzende Kellerabdichtung nötig.
Kann ich eine Horizontalsperre selbst einbauen?
Davon raten wir ab. Baumarktprodukte werden meist drucklos und ohne Kenntnis von Durchfeuchtung und Versalzung eingebracht, die Sperre bleibt dann lückenhaft. Schon wenige undichte Zentimeter reichen, damit die Feuchtigkeit weiter aufsteigt. Eine wirksame Sperre braucht die richtige Höhe, das passende Material, kontrollierten Druck und eine Ausführung nach WTA-Merkblatt.
Reicht Sanierputz ohne Horizontalsperre?
Nein. Sanierputz lagert Salze ein und lässt Feuchtigkeit verdunsten, er stoppt aber nicht den Nachschub aus dem Boden. Ohne Sperre ist seine Speicherkapazität nach einigen Jahren erschöpft und der Schaden kommt zurück. Die richtige Reihenfolge ist: Horizontalsperre einbauen, versalzenen Putz entfernen, Sanierputz aufbringen.
Feuchte Wände? Wir finden die passende Horizontalsperre.
Unsere Fachleute messen die Feuchtigkeit zerstörungsfrei, prüfen Ihr Mauerwerk und empfehlen das Verfahren, das an Ihrer Wand dauerhaft funktioniert. Danach erhalten Sie ein verbindliches Festpreisangebot.

