Wenn Feuchtigkeit die Abdichtung selbst aufbaut.
Das bjk-Geo-Kristall-System nutzt die Feuchtigkeit im Mauerwerk, um es von innen dauerhaft wasserdicht zu machen – ohne Aufgraben, ohne Rückbau, auch bei starkem Wasserdruck.
Kostenlose Besichtigung anfragenDas Verfahren
Kellerabdichtung neu gedacht: Der Baustoff wird selbst zur Sperre
Bei der Abdichtung nasser Keller denken viele zuerst an Bitumenbeschichtungen, Dichtschlämmen oder das aufwändige Freilegen der Außenwand. Diese Ansätze haben gemeinsam, dass sie Wasser von außen aufhalten oder an der Oberfläche stoppen wollen. Sobald ein Untergrund porös ist, Mikrorisse aufweist oder unter dauerhaftem Wasserdruck steht, stoßen sie an ihre Grenzen: Das Wasser findet einen weg. Das bjk-Geo-Kristall-System verfolgt einen grundsätzlich anderen Ansatz. Anstatt eine Barriere auf das Mauerwerk aufzulegen, werden mineralische Wirkstoffe tief in den Baustoff eingebracht. Dort bilden sie Kristallstrukturen, die Kapillaren, Poren und Risse von innen dauerhaft verschließen. Das Ergebnis: nicht eine Schicht auf dem Mauerwerk ist dicht, sondern das Mauerwerk selbst. Dieses Prinzip – Rekristallisation im Baustoff – ist besonders wirksam, wenn konventionelle Methoden scheitern: bei altem Natursteinmauerwerk, bei Grundwasserdruck, bei beengten Verhältnissen, die kein Aufgraben erlauben, oder bei Gebäuden unter Denkmalschutz.Wirkprinzip
Vier Mechanismen, die zusammen eine dauerhafte innere Kapillarsperre erzeugen
Feuchtigkeit als Transportmittel
Je stärker das Mauerwerk durchfeuchtet ist, desto besser können die mineralischen Wirkstoffe über ein Konzentrationsgefälle in die Tiefe transportiert werden. Das System profitiert von genau der Situation, die andere Verfahren zum Scheitern bringt – stark nasses Mauerwerk.
Mineralische Reaktion im Baustoff
Die Wirkstoffe – sogenannte Komplexbildner – reagieren mit den im Mauerwerk gelösten Ionen (Calcium, Magnesium, Aluminium). Dabei entstehen wasserunlösliche, amorphe Kristallgefüge, die in Kapillaren und Poren wachsen, ohne Expansionsdruck auf den Baukörper auszuüben.
Chemische Bindung an die Bausubstanz
Die gebildeten Kristallstrukturen gehen eine chemische Verbindung mit der vorhandenen Bausubstanz ein – dauerhaft stabil und nicht auswaschbar. Anders als rein mechanische Füllungen können sie sich auch durch Frost-Tau-Wechsel nicht lösen.
Selbstaktivierung bei erneutem Feuchtigkeitseintrag
Im abgedichteten Mauerwerk verbleiben Wirkstoffe in einem inaktiven Ruhezustand. Dringt nach Jahren erneut Feuchtigkeit ein, werden sie wieder aktiviert und bilden neue Kristalle. Die Abdichtung erneuert sich gewissermaßen selbst – ohne erneuten Eingriff.
(≈ 15 m Grundwassertiefe)
für drückendes Wasser
Verarbeitungsablauf
Das 5-Lagen-System: So wird das bjk-Geo-Kristall-System aufgebaut
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1Wirkstoffhaltige TiefengrundierungEine hochalkalische kristalline Grundierung wird auf die vorgenässten Flächen aufgesprüht. Sie ermöglicht das tiefe Eindringen der Wirkstoffe in das Mauerwerk und startet den Kristallisationsprozess bereits in dieser ersten Phase. Die Wand muss bei der Verarbeitung mindestens 15 °C warm sein.
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2Kristalline SchlämmeNach erneuter Befeuchtung wird die kristalline Schlämme per Schneckenpumpe aufgesprüht oder mit Quast und Flächenpinsel aufgebracht. Sie bildet gemeinsam mit der dritten Lage das Wirkstoffdepot, aus dem die Kristallbildung kontinuierlich gespeist wird.
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3FeinspachtelmasseEine spachtelfähige mineralische Schutzbeschichtung sorgt für einen gleichmäßigen Auftrag und ergänzt das Wirkstoffdepot. Sie schließt Unebenheiten und bereitet die Oberfläche für die nachfolgenden Schutzlagen vor.
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4RollgrundEine zweikomponentige Epoxidharz-Grundierung schützt das bisher aufgebrachte mineralische System. Sie verhindert, dass das Kristallwachstum an der Oberfläche stattfindet – die Kristalle sollen sich ausschließlich im Inneren des Baukörpers bilden.
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5RollbeschichtungNach weiteren 24 Stunden Trocknungszeit wird die abschließende Epoxidbeschichtung aufgerollt. Sie schützt das System mechanisch und chemisch. Sollen später Putz oder Fliesen aufgebracht werden, wird in die noch feuchte Endbeschichtung ein Granitsplitt eingearbeitet, der als Haftgrund dient.
Technische Eigenschaften
Was das bjk-Geo-Kristall-System von anderen Verfahren unterscheidet
- Wirkt tief im Baustoff – nicht nur auf der Oberfläche
- Kein Aufgraben, keine Erdarbeiten, kein Eingriff in die Statik
- Geeignet für alle Mauerwerksarten: Ziegel, Kalksandstein, Naturstein, Beton
- Standhaft gegen drückendes Wasser bis 1,5 bar (≈ 15 m Grundwassertiefe)
- WTA-zertifiziert nach Merkblatt 4-6 – der anerkannte Goldstandard der Innenabdichtung
- Auch für Böden, Fahrstuhlunterfahrten und Boden-Wand-Fugen geeignet
- Radondicht bei 4 mm Materialdicke
- Nachbeschichtbar mit Kalkzementputz, Fliesen oder Anstrichen nach Trocknungszeit
- Bohren und Dübeln nach vollständiger Aushärtung möglich
- Selbstaktivierend: verbliebene Wirkstoffe können bei erneutem Feuchtigkeitseintrag reaktiviert werden
Abgedichtete Kellerwand nach Abschluss der Arbeiten – bereit für Putz, Fliesen oder Beschichtungen.
Häufige Fragen
Fragen zum bjk-Geo-Kristall-System und zur Rekristallisation
Was ist das bjk-Geo-Kristall-System?
Das bjk-Geo-Kristall-System ist ein mineralisches Kellerabdichtungsverfahren von bautenschutz katz. Mineralische Wirkstoffe reagieren im durchfeuchteten Mauerwerk mit den vorhandenen Ionen zu wasserunlöslichen Kristallstrukturen, die Kapillaren, Poren und Risse dauerhaft von innen verschließen. Es erfordert weder Aufgraben noch Rückbau und ist auch bei drückendem Wasser bis 1,5 bar wirksam. Mehr Informationen: bjk-Geo-Kristall-System
Wie funktioniert Rekristallisation zur Kellerabdichtung?
Mineralische Wirkstoffe (Komplexbildner) werden auf vorgenässtes Mauerwerk aufgebracht. Die Feuchtigkeit transportiert sie über ein Konzentrationsgefälle tief in den Baustoff. Dort reagieren sie mit gelösten Calcium-, Magnesium- und Aluminium-Ionen zu amorphen, wasserunlöslichen Kristallgefügen. Diese wachsen in Kapillaren und Poren, ohne Druck auf das Mauerwerk auszuüben, und verbinden sich chemisch mit der Bausubstanz.
Wann ist das bjk-Geo-Kristall-System sinnvoll statt einer Außenabdichtung?
Immer dann, wenn Außenabdichtungen aufwändige Erdarbeiten erfordern, das Gebäude in enger Bebauung steht, historische Substanz erhalten werden muss oder das Mauerwerk so stark durchfeuchtet ist, dass Beschichtungen durch Hinterläufigkeit versagen würden. Das bjk-Geo-Kristall-System arbeitet von innen und kommt ohne Freilegen der Außenwände aus.
Wie lange hält die Abdichtung mit dem bjk-Geo-Kristall-System?
Die mineralischen Wirkstoffe altern nicht, die gebildeten Kristallstrukturen sind dauerhaft wasserunlöslich. Bei erneutem Feuchtigkeitseintrag können im Baustoff verbliebene Wirkstoffe reaktiviert werden.
Ist das bjk-Geo-Kristall-System auch radondicht?
Ja. Das System ist bei einer Materialdicke von 4 mm radondicht: Das Verhältnis von Bauteildicke zu Radondiffusionslänge liegt deutlich über dem geforderten Grenzwert. Da Radon nach dem Rauchen als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs gilt, ist das ein relevanter Zusatznutzen bei Kellersanierungen. Mehr dazu: Radondichte Kellersanierung
Kann man nach der Abdichtung noch in die Wand bohren oder Putz aufbringen?
Ja. Da das gesamte Mauerwerk abgedichtet wird und nicht nur eine Oberflächenschicht, ist Bohren, Dübeln und das Aufbringen von Kalkzementputz, Fliesen oder anderen Belägen nach ausreichender Trocknungszeit problemlos möglich. Bohrlöcher müssen mit Silikon gefüllt werden. Für eine gute Haftung von Putz oder Fliesen wird in die noch feuchte Endbeschichtung ein Granitsplitt eingearbeitet.
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